AG Enzephalomyelitis

Projektleiterin: C. Flügel-Koch

 

Migrationsverhalten von markierten T-Effektorzellen in einem Autoimmun-Enzephalomyelitis-Modell an Lewis Ratten

 

Die Blut-Hirnschranke ist eine Barriere der spezialisiert aufgebauten Gefäße des Zentralnervensystems (ZNS), die verhindert, dass Zellen und die meisten Makromoleküle das Lumen der Gefäße verlassen können, um in das Hirngewebe zu gelangen. Dennoch kommen Autoimmunerkrankungen auch im ZNS vor. An einem experimentellen Autoimmun-Enzephalomyelitis-Modell an Lewis Ratten wird das Migrationsverhalten von aggressiven T-Effektorzellen, markiert mit einem Grün-fluoreszierenden Protein (GFP), in vivo mittels Zwei-Photonen-Mikrokopie sowie morphologisch mit licht- und elektronenmikroskopischen  Methoden analysiert. Nach Festsetzen an der Gefäßwand kriechen die T-Zellen oft gegen den Blutstrom entlang der luminalen Wand, zwängen sich meist durch die Gefäßwand und kommen an der abluminalen Gefäßwand mit Makrophagen in Kontakt, wodurch eine Aktivierung der T-Zellen (Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen), mit einem weiteren Einstrom von T-Zellen und entzündliche Infiltrationen ausgelöst wird.

 

Bartholomäus I, Kawakami N, Odoardi F, Schläger C, Miljkovic D, Ellwart JW, Klinkert WE, Flügel-Koch C, Issekutz TB, Wekerle H, Flügel A.

Effector T cell interactions with meningeal vascular structures in nascent autoimmune CNS lesions.

Nature.2009 Nov 5;462(7269):94-8.

 


 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Prof. Dr. Cassandra Flügel-Koch