AG Ziliarmuskel

Projektleiter: C. Flügel-Koch

 

Der glatte Ziliarmuskel des Menschen zeigt morphologische Besonderheiten, die eine Sonderstellung zwischen einem quergestreiften und einem glatten Muskel, wie er z.B. in der Gefäßwand vorkommt, ausmachen. Der cholinerg, multi-unit-innervierte Muskel weist in seiner zirkulären und in seiner retikulären Portion auch zahlreiche NADPH-Diaphorase-positive, nitrerge Neurone auf, die wahrscheinlich ein schnelles Erschlaffen während der Desakkommodation ermöglichen oder modulierend bei der Akkommodation wirken. Wir haben die afferente Innervation des Muskels untersucht und haben in der inneren zirkulären und retikulären Portion des Muskels ein intrinsisches Netzwerk Calretinin-haltiger Neurone detektiert, die mit ihren Fortsätzen sowohl Kontakte zu den Ziliarmuskelzellen als auch zu den nitrergen Neuronen aufweisen. Darüberhinaus konnte in der innen-anliegenden, bindegewebigen Grundplatte ein dichtes Netz Calretinin-haltiger Neurone und Endigungen aufgezeigt werden, die Mechanorezeptoren ähneln, und vermutlich mit den afferenten Strukturen im Muskel Dehnungen registrieren. Über die Aktivierung nitrerger Neurone könnte eine Feinabstimmung der Ziliarmuskelbewegung bei Akkommodation bewerkstelligt werden.

 


 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Prof. Dr. Flügel Koch.