Antimikrobielle Peptide an der Augenoberfläche

Projektleiter: Fabian Garreis und Prof. Dr. Friedrich Paulsen

 

Die Augenoberfläche befindet sich in ständigem Kontakt mit der Umwelt und dadurch auch mit diversen Mikroorganismen sowie deren Bestandteilen (Pathogen-assoziierte molekulare Muster). Außer verschiedenen protektiven antibakteriellen Substanzen in der Tränenflüssigkeit (Muzine, Lysozym, Laktoferrin) sind auch die Epithelien der Kornea und Konjunktiva in der Lage, sich über die Produktion eines ganzen Arsenals antimikrobieller Peptide (AMPs) vor einer mikrobiellen Invasion zu schützen. Die AMPs sind bis zu 100 Aminosäuren lange, kationische Peptidmoleküle mit einer direkten antimikrobiellen Aktivität. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der angeborenen Immunantwort an der Augenoberfläche und stellen darüber hinaus eine wichtige Verbindung zu der erworbenen Immunabwehr und zu den komplexen zellulären Prozessen wie zum Beispiel der kornealen Wundheilung dar. Derzeit wird die Expression bekannter (humane β-Defensine), als auch an der Augenoberfläche unbekannter antimikrobieller Peptide (Psoriasin, Hornerin) untersucht. Des Weiteren wird evaluiert, ob eine Expressionsregulation von AMPs untereinander besteht und ob AMPs andere Moleküle der angeborenen Immunabwehr und/oder Tränenfilmbestandteile regulieren. Die Ergebnisse sollen zum Verständnis der Regulationsmechanismen und der Wirkungsweise therapeutisch eingesetzter rekombinanter AMPs an der Augenoberfläche beitragen.

 


 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Fabian Garreis.